Japanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass
kurze Pausen beim Sport während eines langen Trainingspensums
die Fettverbrennung erhöhen. Wer während des Trainings
eine Pause einlegt, ist also nicht schwach, sondern eher
clever.
Unter Anleitung des Wissenschaftlers Dr. Kazushige Goto
aus Tokio haben dazu sieben Probanden nach zwei differenzierten
Trainingsplänen auf einem Fahrradergometer trainiert.
Zuerst mussten die Sportler 60 Minuten ohne Pause auf dem
Fahrradergometer in die Pedalen treten. Danach, während
des zweiten Tests, trainierten die Sportler nach einem anderen
Rhythmus. 30 Minuten fahren, 15 Minuten Pause und weitere
30 Minuten Training. Bei beiden Versuchen wurde den Sportlern
jeweils 15 Minuten vor und nach dem Test Blut entnommen.
Pausen erhöhen die Fettverbrennung
Das Ergebnis ist eindeutig und überraschend. Als
die Sportler während des Trainings eine Pause eingelegt
hatten, verbrannten sie mehr Fett als während des Trainings
bei dem sie ohne Pause in die Pedalen getreten sind. Außerdem
nahm der Spiegel freier Fettsäuren und Glycerol beim
Test mit der Pause stärker zu als beim durchgehenden.
Und das war besonders deutlich in der letzten Viertelstunde
der Testphase. Bei der Trainingseinheit mit der Pause stieg
der Epinephrinspiegel im Blut stärker an und der Insulinspiegel
ist weiter abgesunken. Diese beiden Faktoren beeinflussen
ebenfalls die Fettverbrennung.
Mit diesen Untersuchungsergebnissen ist es möglich,
die Trainingseinheiten für stark übergewichtige
Personen zu verbessern. Bisher hat das American College
of Sports Medicin seinen übergewichtigen Kunden dazu
geraten, am besten zwischen 45 Minuten und einer Stunde
durchzutrainieren, ohne dabei eine Pause einzulegen. Die
Ergebnisse der japanischen Studie besagen nun aber, dass
mit Pausen bei gleichem Aufwand eindeutig mehr Fett verbrannt
werden kann. Das wird die Sportler freuen.
Christian Riedel